Sehenswürdigkeiten in Stockerau

Stadtpfarrkirche

Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes die herausragendste Erscheinung in Stockerau: Die Pfarrkirche St. Stephan. Ihr Kirchturm, der älter als die heutige Kirche selbst ist, ist mit 88 Meter der höchste Niederösterreichs und gehört somit zu den fünfzehn höchsten Kirchtürmen Österreichs.

1438 – 1465 wurde die erste, romanische Kirche errichtet (oder auch umgebaut).1722 – 1725 wurde unter Maurermeister Franz Jänggl der Kirchturm errichtet. In nur 2 Jahren (1777 – 1778) entstand nach dem Abriss des alten Kirchenschiffes unter dem Wiener Baumeister Peter Mollner, der u. a. das Pasqualati-Haus auf der Wiener Mölkerbastei errichtete, die heutige Kirche im frühklassizistischen Baustil.

Rathaus

Das sogenannte "Puchheimsche Haus" wurde 1716 erworben. Seit rund 300 Jahren wird es als Rathaus und Verwaltungszentrum genutzt. Der Kern des Südflügels stammt aus dem 16./17. Jahrhundert. 1728/1739 wurden der Ost- und Nordflügel einheitlich barock umgebaut. Ins Auge springt vor allem die schlossartige mit ihrem aufwändigen Portal, flankiert von Pilastern und freistehenden Säulen mit Steinfiguren.

Nutzen Sie nach Möglichkeit die Öffnungszeiten des Rathauses, um sich auch die inneren Schönheiten anzusehen! So führt eine festliche barocke Steintreppe, die von einer geschmackvollen Balustrade flankiert wird in den ersten Stock und in die große Vorhalle des Sitzungssaales.

Belvedereschlössl

Im 15. Jahrhundert, also zu Beginn der Renaissance, fand er Adel immer Häufiger Gefallen an repräsentativen und luxuriösen Schlössern. Damit veränderte sich aber auch das Hofzeremoniell. Immer mehr standen nun die Fürsten im Zentrum der aufwändigen Hofhaltung, deren Höhepunkt im Absolutismus gipfelte. Künstler, Gesandte anderer Fürsten, Diener, Bettler und viele andere bevölkerten die Höfe.

Gleichzeit stieg damit aber auch der Wunsch nach mehr Rückzugsmöglichkeiten – in dieser Zeit entstanden die ersten Lustschlösser, so auch das Stockerauer Belvedereschlössl (1672 – 1701) der ehemaligen Herrschaft Freisegg Damals konnten sich die Fürsten mit ihren Familien, Freunden oder Mätressen zurückziehen. Heute können Sie in den Räumlichkeiten das bedeutende Bezirksmuseum besichtigen.

Kirchenmühle

Wenn Sie heute am Dr.-Karl-Renner-Platz am Fuße des Kirchenberges stehen und eine Mühle suchen, werden Sie zwar eine prächtige Freitreppe vor der Westfassade der Kirche und süße Köstlichkeiten des K.u.K. Hofzuckerbäckers L. Heiner entdecken, jedoch keine Mühle. Trotzdem war das prächtige heutige Wohn-und Geschäftshaus am Anfang des 18. Jahrhunderts eine Mühle. Diese wurde 1897 von der Stadt gekauft und im Zuge der Umbauarbeiten zu einem Elektrizitätswerk mit einer späthistoristischen Fassade versehen.

Siegfried-Marcus-Automobilmuseum

Was 1884 im Stil der Neorenaissance als Turnhalle begann, beherbergt heute die bedeutende Sammlung des Siegfried-Marcus-Automobilmuseums. An Wochenenden geöffnet kann man sich im Museum nicht nur den Nachbau des Siegfried-Marcus-Wagens aus dem Jahre 1875 ansehen, sondern sich beispielsweise auch am Treppenhaus mit Jugendstilgeländer erfreuen.

 

Weitere Denkmalgeschützte Bauwerke Stockeraus